Vogelfutter – Der Prozess naht

#Vogelfutter-Flyer

#Vogelfutter-Flyer

Die Piraten Chemnitz haben auf der Straße Vogelfutter verteilt, ein Strafbefehl folgte. Die Hauptverhandlung steht bevor.

Man fragt sich, welcher rechtsstaatlichen Logik es folgen soll, wenn man liest, was hier als Vorwurf im Raum steht. Die Chemnitzer Piraten haben handelsübliches Vogelfutter, Hanfsamen wie man sie in jeder Zoohandlung im Kilopack erhält, in kleine Portionen abgepackt und als Werbematerial unter die Menschen gebracht. Die Idee dahinter war, dass es illegal ist diese Hanfsamen einzugraben um Pflanzen zu ziehen, obwohl die entstehenden Pflanzen als Suchtmittel völlig ungeeignet wären. Das Verbot gibt es dennoch und somit ist die Pflanze, ohne sachliche Grundlage, illegal.

Die Samen jedoch dürfen legal erworben werden. Sie sind kein Suchtmittel, sie sind nicht geeignet ein Suchtmittel zu erzeugen, aber als Futtermittel kommen sie zur Geltung. Symbolisch diese Futterkörner zu verteilen als Protest gegen die nutzlose und gar schädliche Prohibition in Deutschland, kann und darf daher nicht strafbar sein.

Das sieht die Staatsanwaltschaft offensichtlich anders und es wurde ein Strafbefehl ausgestellt für den Vorsitzenden des entsprechenden Piratenverbandes, über 20 Tagessätze á 50€. Der Vorsitzende, Mark Neis, soll also nun 1000€ zahlen dafür, dass Mitglieder seiner Partei legal erworbenes Vogelfutter verschenkt haben. Die Hauptverhandlung dazu findet nächste Woche statt.

Du weißt, dass deine Drogenpolitik kaputt ist, wenn du wegen #Vogelfutter vor Gericht landest.

Wenn ihr mehr wissen wollt zu dieser juristischen Farce, schaut euch http://gebtdasvogelfutterfrei.de an. Ich fahre währenddessen jetzt mal in den Zookauf in Saarbrücken und schaue, was die größte Packung Hanfsamen ist, die ich dort kaufen kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.