Transparente Solarzellen

Es ist gelungen, völlig transparente Solarzellen zu bauen, die auf Glasscheiben oder sogar stattdessen eingesetzt werden könnten.

Das übliche Bild von Solaranlagen kennt jeder, man muss eine geeignete Fläche finden, die nicht anderweitig genutzt wird, man muss die Anlagen dort anbringen und das Häuserdach ist damit zugepflastert oder eben eine ansonsten schöne große Wiese. Ich bin prinzipiell ein Freund von erneuerbaren Energien, doch muss man sich natürlich immer Gedanken darum machen, wie man die Anlagen zur Gewinnung in die Umgebung integriert.

taz.de titelte heute „Unsichtbare Energielieferanten“ und berichtete von einer neuartigen Möglichkeit der Energiegewinnung aus Sonnenlicht. Die Idee, durchsichtige Solarzellen zu konstruieren, die man in die vielen Fensterflächen integrieren kann die sich beim Städtebau ergeben, ist natürlich brilliant. Auch die Verglasung von Elektroautos könnte ein Einsatzzweck sein, um die Reichweite der Fahrzeuge zu erhöhen und im Stand quasi kostenlos den Akku zu laden.

Die Idee dahinter ist, dass man für die Stromerzeugung nur die Teile des Lichtspektrums nutzt, die für das menschliche Auge unsichtbar sind. Infrarotstrahlung möchte man so oder so nicht in das Gebäude lassen, da sich das im Sommer negativ auf die Kühllast auswirkt. Der Nachteil ist aktuell vor allem, dass die Effizienz noch nicht ausreicht um wirtschaftlich zu sein. Da der größte Anteil der Energie im Sonnenlicht vom sichtbaren Spektrum übermittelt wird, fehlt hier ein wichtiger Energieträger. Das ist jedoch lediglich ein Ansporn weiter daran zu forschen um die Leistung zu verbessern. Ich bin auf jeden Fall gespannt darauf, wie sich das weiter entwickelt.

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