Mit dem Handtuch zur Wahlkabine

WahlzettelAm Sonntag findet die Kommunalwahl im Saarland statt, daher möchte ich noch einmal dazu aufrufen: Geht bitte wählen! Denn ansonsten habt ihr erst in 5 Jahren wieder die Chance mitzubestimmen.

Vor allem in der letzten Zeit höre ich immer wieder den gleichen Satz: „Ich gehe nicht wählen, die machen doch eh was sie wollen.“ Die Menschen sind frustriert und enttäuscht davon, was die Politik leistet oder eben nicht leistet. Viele glauben, dass die Stimme leider keine Wirkung mehr hat, oder wollen „den beiden Großen“ einen Denkzettel verpassen. Daher gehen sie nicht wählen oder wählen ungültig, bemerken dabei jedoch leider ihren Denkfehler nicht.

Bei der Wahl werden die Stimmen, die eine Partei erhalten hat, prozentual zur Gesamtzahl der abgegebenen und gültigen Stimmen dargestellt. Wenn ich als Wähler meine Stimme aus dem Topf heraus halte, anstatt sie einer kleinen Partei zu geben, sinkt die Anzahl der gesamten Stimmen und damit steigt der prozentuale Anteil aller Parteien, außer der einen Partei natürlich, die ich ansonsten gewählt hätte. Den größten Gewinn dabei haben dann natürlich die Parteien, die sowieso schon die meisten Stimmen haben, das wären dann üblicherweise die CDU und SPD, also die, denen man den „Denkzettel“ verpassen wollte mit der Nichtwahl. Daher kann man nur dazu aufrufen: Geht wählen, gebt eurer Stimme ein Gewicht und wählt was ihr für richtig haltet. Nur so könnt ihr eurer Stimme gewicht verleihen.

„Bevor ich nicht wählen geht, wählt lieber ungültig, dann ist eure Stimme nicht verloren!“, liest und hört man immer wieder. Stimmt das so?

Leider liest man diesen Unsinn immer wieder, das stimmt so leider nicht. Eine ungültige Stimme wirkt sich genauso aus wie eine nicht abgegebene: Nämlich gar nicht. Wenn man sich also schon auf den Weg ins Wahllokal macht, dann doch bitte korrekt wählen, ansonsten hätte man genauso gut zuhause bleiben können. Und wie schon erwähnt, wirklich gegen die Politik der großen Parteien kann man nur protestieren, wenn man anders wählt, idealerweise natürlich die Piraten.

Und was hat das nun mit einem Handtuch zu tun?

An sich nichts, außer dass es sich natürlich von selbst versteht, dass am Sonntag jeder Freund von Douglas Adams, speziell dem Reiseführer „Per Anhalter duch die Galaxis“, den internationalen Handtuchtag begeht und an diesem Tag sein Handtuch immer bei sich hat. Es könnte schließlich sonst was passieren und man muss vorbereitet sein. Ich werde also mein Handtuch bei mir haben, wenn ich wählen gehe. Wer noch?

Ein Gedanke zu “Mit dem Handtuch zur Wahlkabine

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