Mirko Welschs „Offener Brief an den Innenminister“

Die AfD Dudweiler, in Person von Mirko Welsch, kann es nicht lassen, sich als Partei gegen Rechts profilieren zu wollen. Glaubwürdig ist das natürlich nicht.

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle nicht auf den „Offenen Brief“ von Herrn Welsch an den Innenminister Bouillon eingehen. Doch nachdem er das Bündnis BUNT statt BRAUN Dudweiler unbedingt darüber informieren wollte, dass er beim Innenminister gegen uns wirbt und sogar seine E-Mail an den Innenminister im Anschluss an BSB-Dudweiler weiterleitete, gehe ich hier doch noch einmal darauf ein.

Wie üblich, macht er sich lächerlich und zu dem Thema habe ich schon ausufernd mit ihm diskutiert. Da er jedoch anstatt zu argumentieren lieber persönlich wurde, hat es leider nicht gefruchtet.

Um es übersichtlich zu halten, gehe ich Punkt für Punkt durch, weiter Unten gibt es den gesamten Text am Stück im Original.

Mein Kommentar

Sehr geehrter Herr Innenminister Bouillon, am vergangenen Montag fand in Dudweiler wieder eine Demonstration der NPD-unterwanderten „Sagesa“ statt

Sofern eine von der NPD gegründete und betriebene Propagandatruppe als „von der NPD unterwandert“ gelten kann.

Gerne hätte ich mich der dortigen Gegen-Demonstration angeschlossen

Gerne haben die Gegendemonstranten auf den Versuch Welschs verzichtet, BUNT statt BRAUN zu missbrauchen um den Anschein zu erwecken, dass die AfD Dudweiler sich inhaltlich von SageSa unterscheidet und sich einen bürgerlichen Anstrich zu verleihen.

Leider musste ich aber bei der Recherche erfahren, dass dort die GdP gemeinsam mit der DKP, dem VVN-BdA und der Sozialistischen Jugend (Antifa!) in diesem Bündnis vertreten ist. Aber auch die CDU in Dudweiler unterstützte dieses Bündnis mit und rief zur Teilnahme auf.

Es muss für ihn ein Schreck gewesen sein, dass er tatsächlich völlig alleine steht auf weiter Flur mit seinem Standpunkt, dass eine Teilnahme von DKP und Antifa an der Gegenkundgebung kein Grund ist, nicht gegen rechte Hetzer vorzugehen. Ich weiß auch nicht so ganz, warum er sich an der DKP so aufhängt, aber gleichzeitig der NPD zugesteht, dass sie „Immerhin […] nun mal eine nicht verbotene Partei sei, die im demokratischen Spektrum der BRD vorkomme.“ Ja was denn nun? Reicht eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz jetzt, um eine legale Partei derart abzulehnen oder nicht?

Herr Minister, halten Sie es für vertretbar, dass die Partei, die vor Allem durch ihre Alt-Kanzler (z. B. Konrad Adenauer) sich gegen Kommunisten und Sozialisten erfolgreich zur Wehr setzte und unsere heutige Bundesrepublik formte, sich mit solchen Gruppierungen zusammen tut? Und wie halten Sie es für vertretbar, dass die Gewerkschaft der Polizei gemeinsam mit linksextremen und linksradikalen Parteien bzw. Verbänden zusammen tut? Ist eine solche Vorgehensweise wirklich im Sinne unseres Grundgestzes?

Ja, es ist natürlich vertretbar mit völlig legalen und legitimen Mitteln und Partnern gemeinsam gegen antidemokratische, menschenfeindliche, rechte Hetzer vorzugehen. Natürlich ist es im Sinne unseres Grundgesetzes, gegen die zu demonstrieren, die es nicht respektieren. Eben darum geht es doch dabei! Und dass die Gewerkschaft der Polizei sich beteiligt freut mich besonders, neben den Parteien, denn es zeigt, dass auch unsere Beschützer wissen, wo der eigentliche Schaden für uns und unser Land entsteht.

Ich frage mich aber auch, was er an der Stelle bezüglich der Polizei von Klaus Bouillon erwartet. Soll der Innenminister den Polizeibeamten verbieten, an einer Demo teilzunehmen? Die Versammlungsfreiheit ist durch das Grundgesetz, durch die Europäischen Grundrechtecharta und die Europäischen Menschenrechtskonvention zugesichert. Aber hey, er ist von der AfD, was weiß der schon von Grundrechten.

Herr Minister, ich halte es für ein komplett falsches Zeichen, wenn man nach dem Motto „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“ handelt und das linke Auge verkrampft schließt umd rechtsextreme Parteien und Splittergruppen klein zu halten.

Mein Freund, der die gleichen Feinde hat wie ich, ist natürlich mein Freund, obwohl er der Feind meines Feindes ist. Auf was bitte möchten Sie hier hinaus Herr Welsch? Und man muss natürlich nicht irgendwas verkrampft schließen, um zu erkennen, dass der Kampf gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit unser aller Ziel sein muss und auch ist.

Ich biete Ihnen daher gerne an, dass wir uns miteinander zusammen setzen und ein wirkliches Bündnis für Demokratie und gegen jeglichen Extremismus auf die Beine stellen.

Um das noch einmal einzuordnen: Wenn Herr Bouillon sich jetzt mit der AfD, die inhaltlich mit der SageSa und somit der NPD völlig übereinstimmt beim Flüchtlingsthema in Dudweiler, zusammentäte, wäre das KEIN Bündnis für Demokratie und gegen Extremismus. Es passt inhaltlich nicht einmal zusammen. Wenn man bedenkt, wie stark sich der Herr Innenminister in den letzten Wochen und Monaten für Refugees einsetzt, kann ich mir jetzt schon vorstellen, wie er das liest und dabei hoffentlich lacht und nicht weint.

Lassen Sie uns gemeinsam gegen Rechtsextremismus, gegen Linksextremismus und auch gegen den radikalen Islamismus ein Zeichen setzen. Geben wir gemeinsam unserer Demokratie ihr Gesicht zurück und zeigen wir Flagge für ein freies und demokratisches Deutschland.

Argh… Ich kann es nicht ertragen, wenn Rechtsextremismus und Linksextremismus so gleichgestellt werden, als wären das vergleichbare Probleme und wenn Islamismus mit dazu genannt wird, als hätten wir in Deutschland damit ähnliche Probleme wie mit Nazis. Es gab 400 Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte in diesem Jahr. VIERHUNDERT! Und der Herr Welsch will wegen seiner Befindlichkeiten gegenüber allem was weniger Rechts ist als er erst einmal ein neues Bündnis schließen um gegen fiktive Probleme mit Linksextremismus und Islamismus in Deutschland vorzugehen. Damit bläßt er wieder einmal in dasselbe Horn wie die Truppe, die uns versprochen hat jetzt öfter in Dudweiler auf dem Markt zu stehen. Super!

Herr Minister, ich hoffe auf Ihre Antwort und ein baldiges Gespräch.

Na da bin ich gespannt, ob unser Innenminister das kleine Licht der AfD in Dudweiler ausreichend ernst nimmt. Ich hoffe nicht.

Résumé

Nicht nur hat Herr Welsch versucht, möglichst öffentlichkeitswirksam das Bündnis BUNT statt BRAUN Dudweiler im Vorfeld zur letzten Kundgebung als „Linksextrem“ zu diskreditieren und wurde in dem Rahmen auch noch persönlich beleidigend jedem gegenüber, der seinen Standpunkt nicht teilte, jetzt versucht er auch noch uns als Bündnis beim Innenminister anzuschwärzen.

Doch kein Mensch nimmt ihm ernsthaft ab, dass er tatsächlich daran interessiert ist, ein neues Bündnis zu schaffen, gegen Extremismus. Herrn Welsch geht es um Profilierung, um Medienwirksamkeit und seit es um Flüchtlinge geht auch um seinen menschenverachtenden Standpunkt zu dem Thema.

Es ist unglaublich, wie lächerlich sich ein einzelner Politiker wiederholt innerhalb weniger Tage machen kann.

Der Brief im Original


Sehr geehrter Herr Innenminister Bouillon,

am vergangenen Montag fand in Dudweiler wieder eine Demonstration der NPD-unterwanderten „Sagesa“ statt. Gerne hätte ich mich der dortigen Gegen-Demonstration angeschlossen. Leider musste ich aber bei der Recherche erfahren, dass dort die GdP gemeinsam mit der DKP, dem VVN-BdA und der Sozialistischen Jugend (Antifa!) in diesem Bündnis vertreten ist. Aber auch die CDU in Dudweiler unterstützte dieses Bündnis mit und rief zur Teilnahme auf.

Herr Minister, halten Sie es für vertretbar, dass die Partei, die vor Allem durch ihre Alt-Kanzler (z. B. Konrad Adenauer) sich gegen Kommunisten und Sozialisten erfolgreich zur Wehr setzte und unsere heutige Bundesrepublik formte, sich mit solchen Gruppierungen zusammen tut? Und wie halten Sie es für vertretbar, dass die Gewerkschaft der Polizei gemeinsam mit linksextremen und linksradikalen Parteien bzw. Verbänden zusammen tut? Ist eine solche Vorgehensweise wirklich im Sinne unseres Grundgestzes?

Herr Minister, ich halte es für ein komplett falsches Zeichen, wenn man nach dem Motto „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“ handelt und das linke Auge verkrampft schließt umd rechtsextreme Parteien und Splittergruppen klein zu halten. Ich biete Ihnen daher gerne an, dass wir uns miteinander zusammen setzen und ein wirkliches Bündnis für Demokratie und gegen jeglichen Extremismus auf die Beine stellen.

Lassen Sie uns gemeinsam gegen Rechtsextremismus, gegen Linksextremismus und auch gegen den radikalen Islamismus ein Zeichen setzen. Geben wir gemeinsam unserer Demokratie ihr Gesicht zurück und zeigen wir Flagge für ein freies und demokratisches Deutschland.

Herr Minister, ich hoffe auf Ihre Antwort und ein baldiges Gespräch.

Mit freundlichen Grüßen

Mirko Welsch
Bundessprecher der „Homosexuellen in der AfD“
Mitglied im Bezirksrat Saarbrücken-Dudweiler


2 Gedanken zu “Mirko Welschs „Offener Brief an den Innenminister“

  1. Nur ein kleiner Hinweis zu der Ernsthaftigkeit des „Kommunalpolitikers Mirko Welsch“ (ich könnte mich vor lachen bepinkeln) google-dol2day-Gastzugang-Profile-mirko1a-mirko1a hat 1561 Meinungen geschrieben….

    Viel Spaß

    • Hi,

      ich finde das nicht, aber das ist auch nicht so wichtig. Der Typ macht sich halt überall lächerlich wo er sich zeigt. 🙂

      Gruß
      Uwe

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