Keller und Bodenplatte sind fertig

Der Hausbau war bisher ein wilder Ritt, aktuell entspannt es sich zum Glück etwas, hoffentlich bleibt das so. Keller und Bodenplatte sind jetzt fertig, in einem Monat geht es dann weiter. Hier ein paar Bilder und etwas Bericht für euch.

Seit ich vor kurzem über die Hausbau-Odyssee berichtete, hat sich einiges getan. Das wird heute daher etwas länger, aber dafür mit vielen Bildern.

Fangen wir mit dem Keller an

Der Tiefbauer hat erst einmal ein großes Loch gemacht, Schotter eingefüllt und verdichtet.

Kellerloch, der Boden ist mit Schotter bedeckt, die Böschung mit Folie abgedeckt.

Zum Glück kam nach den ersten Metern Sandsteinfels, das reduziert die Notwendigkeit für eine Böschung, für die man weiteres Material herausbaggern und aufhäufen hätte müssen. In dieses Loch sollte dann der Keller kommen.

Betonkeller mit Armiereisen auf dem Dach für die spätere Bodenplatte

Der Keller wurde an vier Tagen gebaut. Der erste Tag war ein Freitag, da wurde die Bodenplatte gegossen. Montags wurde dann der Keller aufgestellt, Dienstags und Mittwochs wurde er von außen versiegelt und gedämmt.

Leider reichte das gelieferte Dämmmaterial nicht aus, erst eine Woche später wurde dann die Dämmung fertiggestellt. Das hat die weiteren Arbeiten etwas verzögert und es wurde am Ende tatsächlich auch sehr eng. Das Loch, was man auf dem Foto noch sieht, rund um den Keller, musste verfüllt werden. Um das auch zur Straße hin zu füllen, musste dort eine Stützmauer gestellt werden. Zwischen der Fertigstellung der Dämmung und dem Termin, wann die Bodenplatte für das Haus kommen sollte, waren noch zwei Wochen am Ende, der Tiefbauer teilte mit, er brauche drei Tage für die Erdarbeiten, wenn die Mauer steht, es blieb also keine Zeit, an Wochenenden eine Stützmauer zu konstruieren, das musste Wochentags passieren. Eine Firma dafür hatten wir keine auftreiben können und auch ursprünglich nicht wollen, denn nach Plan wären es mehrere Wochen Zeit gewesen dafür. Nun musste es schneller gehen.

Das Problem: Wenn ich die Vorbereitungen für die Bodenplatte nicht rechtzeitig gehabt hätte, wäre das neu terminiert worden. Wann der nächste Termin möglich gewesen wäre, war nicht sicher und eventuell wäre der Bau des Hauses dann in 2022 gerutscht. Das wollten wir auf jeden Fall vermeiden.

Wir haben eine Mauer errichtet

Mit der Hilfe meiner Familie und einigen Freunden haben wir es dann aber geschafft innerhalb von zweieinhalb Tagen die Stützmauer hochzuziehen. Aus Schalungssteinen, verfüllt mit Beton von der Betontankstelle. Ich habe mir drei Tage dafür frei genommen, mein Vater sowie Schwiegervater sind zum Glück in Rente und hatten Zeit, ein paar Freunde haben vor und nach ihrer Arbeit mit angepackt und ein Arbeitskollege hat sich sogar einen Tag Urlaub genommen um mitzuhelfen. Nennt es meinetwegen kitschig, wenn ich das jetzt so schreibe, aber so fühlt es sich an reich zu sein, völlig unabhängig von Geld.

Ein schräg geschossenes Bild einer zwei Meter hohen Mauer aus Schalungssteinen.

Übrigens schrieben sich die Witze über „Der Uwe hat die Absicht eine Mauer zu errichten“ wie von selbst. Als wir im Baarland über die Baupläne diskutierten und ich täglich neu erklärt habe, wie sich nun die Arbeitseinsätze verschieben, alles umgeplant werden muss und es enger und enger wird, hielt man mich zumindest mit schrägem Nerdhumor bei Laune.

Am ersten Tag war geplant, das Fundament herzustellen für die Mauer, eventuell sogar nur zum Teil. Am zweiten Tag wollten wir dann auf das bereits getrocknete Fundament die ersten Mauerreihen stellen und den Rest des Fundaments bauen. Ich war nicht sicher, wie lange wir für das alles benötigen.

Am Ende des ersten Tages war nicht nur das Fundament komplett, sogar die ersten vier Steinreihen standen bereits, waren nur noch nicht mit Beton verfüllt. Am zweiten Tag haben wir diese verfüllt und die Mauer komplett hochgezogen auf zwei Meter. Am dritten Tag haben wir dann „nur noch“ den Rest der Mauer gefüllt und waren Mittags bereits fertig. Was ein Wahnsinn. Ich bin wirklich dankbar, allen die dabei geholfen haben und mir damit echt das Projekt gerettet haben.

Die Bodenplatte – Oder: Ist ein Arzt Vermesser anwesend?

In der vergangenen Woche wurde dann die Bodenplatte erstellt. Frostschürze, Armierung, Verschalung, Beton rein, fertig. Oder?

100m² Bodenplatte, mit Folie bedeckt. In der Mitte sieht man noch Holzbohlen, die das Loch für die Kellertreppe bedecken.

Als die Kolonne für die Bodenplatte anrückte, fehlte jedoch das Schnurgerüst. Der Vermesser war wohl nicht da. Zum Glück konnte das aber am selben Tag noch gelöst werden, man teilte mir es nur im Nachhinein mit, als lustige Anekdote. Es wurde noch am Morgen für Ersatz gesorgt und mich betrifft das nicht, da das alles vom Bauunternehmen intern und über Beauftragung von deren Seite organisiert war. Aber selbst der Projektleiter des Kellerbauers musste anmerken: „Also Herr Caspari, sie haben echt alles durchgemacht, was man durchmachen kann als Bauherr.“

Ja, das kann man vermutlich so sagen.

Zum ersten Mal in den eigenen vier Wänden

Gestern war ich mit meinem Vater noch einmal vor Ort. Die lose aufliegenden Bohlen auf dem Kellertreppenloch mussten befestigt werden. Bündig mit der Oberkante und eingeschraubt, sodass sie nicht mehr abstürzen können, aber auch keine Stolperfalle darstellen, wenn das Haus gebaut wird.

Bei der Gelegenheit habe ich mich erstmalig in den Keller gewagt und auch ein paar Fotos von innerhalb meiner offiziell ersten eigenen vier Wände gemacht.

Blick aus dem Keller nach oben aus dem Kellertreppenloch. Man sieht oben ein paar Bäume und einen leicht bewölkten blauen Himmel. Außerdem sieht man die Leitern in das Loch und die Stützen des Betonbaus, die die Decke halten.

Diese Leiter herabzusteigen war eine Herausforderung. Ich habe kein Problem mit Leitern, aber den Fuß von der Seite her zur Leiter in ein Loch zu schwingen um 2,5m herabzustürzen? Meine Akrophobie war nicht begeistert. Beim dritten Anlauf habe ich es aber geschafft und nachdem der erste Fuß auf der Leiter stand, ging es.

Diesen freien Blick gen Himmel wird man später nicht mehr haben, aus dieser Perspektive wird man eher das Esszimmer sehen.

Dieser vordere Raum des Kellers wird ein Vorratsraum werden, hier kommen Einbauschränke an die Wand und unter die Treppe dann vermutlich ein Gefrierschrank.

Nebenan, im etwas dunkleren Kellerraum, kommen später die Hausanschlüsse an, hier stehen später Heizung (rechts hinten) mit Wassertank (rechts vorne) und die Anlage zur kontrollierten Be- und Entlüftung (links hinten). Außerdem natürlich an der Zwischenwand der Zählerschrank (links vorne) und nebem dem Zählerschrank kommt der Netzwerkschrank unter.

Nachdem ich mit meinem Vater den Keller begutachtet hatte, sind wir wieder hoch und haben dann das Loch versiegelt.

Da fällt keiner mehr herunter, ohne Werkzeug kommt man da nicht einmal absichtlich mehr rein.

Und wann ist der Hausstelltermin?

Jetzt muss der Tiefbauer noch einmal ran. Die Rohre für die Regenwasserabfürhung müssen verlegt werden und der Hausbauer braucht rund um das Haus herum einen zwei Meter breiten befestigten Streifen, um das Gerüst aufzustellen.

Der Stelltermin für das Haus ist am 17. November, bis dahin sollte das zu schaffen sein. Am 19. November ist dann die offizielle Übergabe des Hauses, ab dann geht der Innenausbau los.

Dann geht es weiter, dann geht es vor allem innen los. Ich bin schon sehr gespannt, werde aber versuchen euch hier auf dem Laufenden zu halten.

Zumindest fängt es aktuell an ein wenig Spaß zu machen, im Vergleich zu vorher. 😉

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