Eine neue Untermieterin

Die Rattendame beim knuspern

Die Rattendame beim knuspern.
(Foto: CC-BY-SA Annemarie Regneri)

Die Erweiterung der Untermiete war geplant, doch so plötzlich war sie dann doch nicht erwartet. Eine neue Untermieterin zieht ein.

Manche finden sie hässlich, andere meinen sie seien eklig, die nächsten halten sie für Schädlinge. Doch ganz ehrlich, Ratten und Mäuse sind echt angenehme Mitbewohner. Die vier Farbmäuse, die hier schon seit Monaten wohnen, machen zwar eine Menge Dreck, aber ansonsten sind sie als Untermieter echt nicht zu beanstanden.

Nun war der Plan schon länger gefasst, auch Ratten hier wohnen zu lassen, doch dafür braucht es weitaus mehr Platz. Die Farbmäuse leben in einem Terrarium von 1,20m; bei der gleichen Grundfläche braucht man für ein Rudel Ratten eine Höhe von fast zwei Metern um genügend Freiraum für jedes einzelne Tier zu bieten. Das ist natürlich, da man tatsächlich in die Höhe anstatt in die Breite und Tiefe gehen kann, machbar, doch es muss vorbereitet sein. Den Rattenschrank wollten wir nicht kaufen sondern selbst bauen und damit wollten wir anfangen, sobald das Wetter Holzarbeiten im Hof zulässt.

Doch man kennt das, manchmal kommt es anders und meistens als man denkt: Seit heute lebt eine Farbratte hier in der Wohnung. Zumindest vorläufig, wie es genau weiter geht ist noch offen, der heutige Tag war zumindest Dramenreich.

Was geschah

Benda die Farbmaus

Benda die Farbmaus.
(Foto CC-BY-SA Annemarie Regneri)

Heute Morgen hat Annemarie mit ihren Kollegen vor der KiTa eine Farbratte aufgefunden, dem Tier war kalt und es verhielt sich eigenartig. Die Vermutung lag nahe, dass es ausgesetzt wurde und sich nun in der Kälte und Fremde nicht zurecht fand. Die Erzieherinnen haben dann, unter Zuhilfenahme einer Katzentransportbox, die junge Rattendame eingefangen und micht informiert, damit ich sie abholen und mich um sie kümmern kann. Man hat mir am Telefon schon einmal mitgeteilt, dass es ihr nicht optimal zu gehen schien. Sie war verängstigt und hielt den Kopf schief, ein Zeichen dafür, dass eine Mittelohrentzündung vorliegen könnte.

Ich fuhr hin, nahm die Rattendame mit und habe erst einmal für Futter, Wasser, Wärme und Ruhe gesorgt. Die Zoohandlung ist zum Glück nicht weit, da konnte dann schnell das Nötigste gekauft werden. Sie hat weiterhin den Kopf eigenartig seitlich gehalten und sie war immer noch verängstigt, aber zutraulich. Sie suchte sogar Nähe, trotz dass ich ihr fremd war. Wegen der Sache mit dem Kopf musste ich aber ganz klar zum Tierarzt mit ihr.

Sie hängt sehr schief, hoffentlich werden die Medikamente anschlagen.

Sie hängt sehr schief, hoffentlich werden die Medikamente anschlagen.

(Foto CC-BY-SA Annemarie Regneri)

Eine Tierarztpraxis war schnell ausgemacht, die „Kleintierpraxis SaLu„, bei der ich auch ohne Termin, dafür aber verständlicherweise mit ein klein wenig Wartezeit, die Dame zur Untersuchung bringen durfte. Leider stellte sich schnell heraus, dass die Ohren nicht die Ursache sind, was bedeutet, es gibt ein tieferes Problem, vermutlich eine Infektion am Gehirn. Daher wurde gleich ein entzündungshemmendes Medikament gespritzt und mir wurde ein Antibiotikum mitgegeben, welches ich nun drei Mal am Tag für ein paar Tage verabreichen muss. Hoffentlich wird das helfen.

Nach den vielen Strapazen des Tages musste die kleine Dame noch einmal in die Kälte hinaus und dann ging es endlich endgültig nach Hause, „ab ins Warme“. Schon den Mittag über hatte sie häufig geschlafen, blieb dabei aber unruhig. Jetzt schien sie sich endlich ein wenig ausruhen zu können und sie nutzte das auch. Wir sind dann noch nach Riegelsberg gefahren um uns von einer Freundin (Danke an Jasmin von Angelic Hamsters) einen Käfig auszuleihen, der zwar für Ratten eigentlich noch zu klein, aber immerhin größer als die Katzentransportbox ist und der jetzt mit einem Holzhäuslein, einer Pappkiste und Wasser- sowie Futternapf provisorisches Zuhause ist, bis alles überstanden und auskuriert ist.

Die erste Runde mit dem Antibiotikum haben wir schon hinter uns und sagen wir es so: Sie fand das nicht amüsant. Am Ende ist sie gesund und schaut mich nie wieder an, ich sehe es kommen. 😉

Drückt uns die Daumen.

Ein paar Fotos

Hier ein paar Bilder, zwei von der Rattendame und ein paar weitere auf denen ihr das Mäuserudel bei ihren Freizeitaktivitäten beobachten könnt.

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